Lippische Artillerie


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07.05.2010

Thema im .. > Mai


Alle Kameraden in unserem Verein und meine ganze Verwandtschaft und ich auch, sind seit dem Tod der Kameraden im April schlecht drauf.

Entschuldigung, aber ich muss das einmal so sagen.

Ich spüre fast, wie das Geschoss in den Körper einschlägt……. und schlafe seit geraumer Zeit nicht sehr gut.

Unsere aufrichtige Anteilnahme, und da spreche ich wohl mit einer Stimme im Namen meiner Vereinskameraden und meiner nicht eben kleinen Verwandtschaft, gilt allen gefallenen Soldaten und den Hinterbliebenen.

Zum Hintergrund:
Ich war gerne Soldat, Ausbilder und Stabsdienstler bei der Panzerartillerie, viele meine Vereinskameraden und einige aus meiner Verwandtschaft (RakArt + sPi) dienten ebenfalls.

Meine eigene "Überlebenschance" wurde in der Zeit des Kalten Krieges mit circa 2-4 Stunden eingestuft, wenn es zu einem Krieg auf deutschem Boden gekommen wäre.

Schon damals gruselig genug.

Aber wir standen fest um unsere Landsleute zu schützen, wenn …….

Aber jetzt der Krieg, jawohl Krieg, in Afghanistan!

Das ist bei allen momentan ein aktuelles Thema!

Aber eines lassen Sie mich bitte dazu anmerken.

Wie Unzählige andere auch verurteile ich auf das Schärfste die lasche Bundesregierung, die ewig schweigende Generalität, und das (haben Sie es gehört?) ewige politische Gelaber (auch und besonders die Linke) im warmen Plenarsaal (siehe Oberst Klein).

Wo bitteschön ist, der Aufstand der Anständigen?

Wo ist das Rückgrat und der Rückhalt für unsere Soldaten in unserer Regierung?

Man stelle sich vor, die Verwundeten der "Gefechte" mussten von Amerikanern ausgeflogen werden, weil einige der paar Hubschrauber über die die Bundeswehr in Afghanistan verfügt, mal wieder Politiker herumkutschieren mussten, statt für den Einsatz bereitgehalten zu werden.

Die, die dort unten waren, um sich vielleicht irgendwie dadurch zu profilieren, sollten sich schämen.

Dabei spreche ich nicht von der Kanzlerin oder dem Verteidigungs-Minister, die sollen und müssen bei unseren Soldaten sein, nein ich meine die Anderen, die weis Gott anderer Aufgaben nachgehen sollten, als sich in der "Sonne Afghanistans" hervortun zu wollen, nicht war Herr N.?

Afghanistan muss ein Ende haben, ehe noch mehr Särge nach Haus gebracht werden, aber das ist nur ein frommer Wunsch.

Es werden wohl noch viele meiner jungen Kameraden am Hindukusch fallen.

Im Herzen bin ich bei ihnen und spüre jeden Einschlag einer Kugel die einen von ihnen fällt, als würde sie mich treffen.

Also die Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Sicherlich eine Möglichkeit, aber wohl eine Falsche.

  • Dann könnten die Taliban wieder in aller Ruhe Frauen in Fußballstadien öffentlich steinigen, Tanz und Musikgeschäfte verbieten.
  • Schulen für Mädchen und Frauen schließen und alle wieder landesweit in die Burka, den Ganzkörperschleier, zwingen.
  • Den Mohnanbau noch intensiver gestallten, um noch mehr unserer Kinder abhängig machen zu können.
  • Pakistan verstärkt angreifen, um die Atomwaffen in die Hände zu bekommen und dann ……


Die Taliban, die mit ihrer Strategie, jawohl es ist Strategie, der kleinen Nadelstiche gegen die Bundeswehr den Abzugsgedanken bei uns in der Heimat anheizen wollen, sei gesagt, dass das nicht klappen wird.

Keiner unserer Kameraden wird gezwungen, nach Afghanistan zu gehen.

Sie gehen alle freiwillig, und es ist ihr Beruf, verbunden mit allen Risiken, auch dem eigenen Tod.

Auch viele, mit denen ich sprach, sind wie ich nicht mit allen Handlungen in Afghanistan einverstanden, aber zurzeit gibt es keine Alternative zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

Nur eines meine Damen und Herren Politiker, mit einer besseren Ausrüstung, wobei die Installation einer Panzerhaubitze 2000 als weitreichende Waffe zur Unterstützung einem schlechten Treppenwitz gleichkommt (Transport nach Kunduz und wozu soll sie helfen? - Gegen Sprengfallen und Mienen?).

Helfen Sie unseren Soldaten diesen Irrsinn zu überleben.

Ebenso sollten jetzt endlich Gespräche mit Talibanführern wenigstens versucht werden, die aber nicht zum Ziel haben dürfen denen wieder die alte Macht zurückzugeben.

Verstecken hinter gepanzerten Einrichtungen und das Land und die Bevölkerung weitestgehend ignorieren führt zu Weiterem, Schlimmeren!

Und eine Bitte an die Herren Offiziere, die sich mit einem Einsatz in Afghanistan brüsten und doch das sichere Lager nie verlassen hatten, lassen Sie es sein ……


Liebe Leserinen und Leser, schreiben Sie uns zu diesem Thema Ihre Meinung.


V.i.S.d.d.P.R.
Webredaktion Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V
vertreten durch den Vorsitzenden & Vorstandsprecher
Hans-Georg Krause





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