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Heute bieten wir Ihnen 4 Themen!
1. Fragen an den Generalinspekteuer der Bundeswehr!
2. Dieser US-Sanitäter rettete unsere Kameraden!
3. Neue Panzer für unsere Kameraden in Afghanistan!
4. Bundeswehr setzt zum ersten Mal in Afghanistan schwere Artillerie ein!
Augustdorf, 14.Juli 2010
Fragen an den Generalinspekteuer der Bundeswehr!
Es war der wohl schwärzeste Tag in der Geschichte der Bundeswehr. Am Karfreitag fielen drei deutsche Fallschirmjäger bei einem Gefecht nahe Kunduz (Nord-Afghanistan), acht Soldaten wurden verwundet. In einem Interview sprach General Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr, über schwere Waffen, die Taliban und tapfere deutsche Soldaten.
Herr General, was sagen Sie den Familien, die um die drei gefallenen Soldaten trauern?
Generalinspekteur Volker Wieker: "Natürlich bin ich in Gedanken bei den Angehörigen und Freunden unserer gefallenen Soldaten. Ich trauere mit ihnen. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich enttäuscht davon war, unmittelbar nach dem Vorfall von vorgeblichen Fachleuten Schuldzuweisungen und Forderungen ohne Kenntnis der Sachlage zu hören."
Wie haben sich die deutschen Soldaten aus Ihrer Sicht im Gefecht geschlagen?
Wieker: "Die Soldaten haben den Hinterhalt niedergekämpft und waren in der Lage, den Raum gegen die Aufständischen zu halten. Das ist eine sehr bemerkenswerte Leistung! Die Tapferkeit unserer Soldaten steht hier außer Frage."
Der designierte Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat den Einsatz von Kampfpanzern gefordert, um Taliban abzuschrecken.
Wieker: "Abschreckung wirkt in Afghanistan nicht. Die Taliban tauchen weg vor Übermacht und bestimmen Ort und Zeit, um zu kämpfen. Sie greifen uns an, wenn sie meinen, eine offene Flanke zu sehen. Außerdem müssen wir uns fragen, wie wir auf die Bevölkerung wirken, wenn wir mit Panzern anrücken. Wir wollen die Menschen beschützen und nicht verschrecken."
Und was ist mit Artillerie, mit dem Einsatz der Panzerhaubitze 2000 in Afghanistan?
Wieker: "Das möchte ich nicht kategorisch ausschließen. Ich verlasse mich auf den Rat der Kommandeure vor Ort. Wenn man dort zu der Einschätzung gelangt, dass das notwendig und hilfreich ist, werden wir uns dem nicht verwehren. Oft ist es aber kaum möglich, schwere Waffen einzusetzen, wenn sich die Taliban - wie am Freitag - hinter Kindern verstecken."
Gibt es ausreichend gepanzerte Fahrzeuge in Deutschland, um die Soldaten für den Einsatz auszubilden?
Wieker: "Die Einsatzverbände werden umfassend vorbereitet. Allerdings stößt die Vorbereitung dort an Grenzen, wo einsatzwichtiges Gerät im Inland nur begrenzt verfügbar ist, zum Beispiel gepanzerte Dingos, die dringend in Afghanistan gebraucht werden."
Und wird es neue Dingos für die Ausbildung geben?
Wieker: "Ja. 2010 und 2011 werden wir neue Dingos und Fahrzeuge vom Typ Eagle 4 für Einsatz und Ausbildung beschaffen."
Ist Deutschland gesellschaftlich bereit, weitere Verluste zu akzeptieren?
Wieker: "Ich glaube, die Menschen haben inzwischen ein feines Gespür dafür, was unsere Soldaten leisten und welchen Gefahren sie ausgesetzt sind. Ich bin dafür sehr dankbar, hier hat doch ein neues Bewusstsein gegriffen."
Afghanistans Präsident Hamid Karzai versucht zur Zeit, eine Operation der internationalen Schutztruppe zu verhindern. Muss uns sein Verhalten besorgen?
Wieker: "Das Verhalten von Karzai ist in der Tat besorgniserregend. Seine Äußerungen haben Irritationen ausgelöst. Wenn die Unterstützung seiner Regierung für das ISAF-Mandat fehlt, untergräbt das einen ganz wesentlichen Teil unserer Strategie."
Kommentar:
Lieber Herr Wieker, bitte nicht empfindlich reagieren, das ist doch nicht Ihre Art. Niemand greift Sie an, aber auch niemand möchte das Sie in die Wortwahl Ihres Vorgängers verfallen. Sie haben einen schweren Job aber auch wir wissen, dass Sie das Richtige machen werden. Mimosenhaftigkeit ist doch nicht Ihre Art. Gehen Sie nur auf Kritik ein, wenn Sie berechtigt ist! Wir drücken Ihnen die Daumen und wünschen Ihnen für Ihren Dienstposten alles Soldatenglück, das Sie dafür brauchen können. Aber eine Bitte, so einen Sprecher (Thema: Bundeswehr setzt zum ersten Mal schwere Artillerie ein!) sollten Sie aus dem Verkehr ziehen.
Dieser US-Sanitäter rettete unsere Kameraden!
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bedankte sich für seine Tapferkeit! Es war sein erster Besuch in Afghanistan nach dem verheerenden Gefecht von Karfreitag (drei tote deutsche Soldaten). Und es war ein besonders bewegender: Unser Verteidigungsminister traf den jungen US-Sanitäter, der unseren verletzten Kameraden zu Hilfe kam.
"Sie waren mehr als tapfer, um das Leben unserer Männer zu retten", sagte Guttenberg.
Sergeant Antonio Gattis (31), Sanitäter, behandelte die Verwundeten im Hubschrauber, sagt: "Es tut mir leid, dass nicht alle es geschafft haben. Wir haben unser Bestes gegeben, um sie alle lebend nach Hause zu bringen."
Sergeant Gattis beschreibt auch, wie er sich von den Gefallenen verabschiedete. "Wir trugen die Männer in einen Raum", sagt Gattis. "Sie lagen nebeneinander. Ich habe vor ihnen salutiert. Wir waren wie eine Familie in diesem Moment. Ihr Deutschen könnt verdammt stolz auf Eure Soldaten sein."
Kommentar / Comment:
Danke Kamerad, Deutschland schuldet Ihnen ewigen Dank!
Thanks comrade, Germany owes you an eternal gratitude!
Neue Panzer für unsere Kameraden in Afghanistan!
Unterstützung für unsere Kameraden in Afghanistan: Die Bundeswehr schickt endlich neue Panzer, denn die Lage wird immer gefährlicher! Neben 2 Panzerhaubitzen sollen weitere 15 "Marder"-Schützenpanzer, Brückenlege- und Pionierpanzer nach Afghanistan verlegt werden, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in einem Magazin-Interview.
Die Bundeswehr rüste nicht generell auf, sondern reagiere "auf die jeweilige Notwendigkeit", sagte er.
Es gebe auch Orte, wo keine Schützenpanzer gebraucht würden, "aber mehr ziviles Engagement".
Guttenberg äußerte sich optimistisch, dass der Verteidigungshaushalt von Sparmaßnahmen weniger hart getroffen werde als bislang geplant.
Vor allem in einem Punkt halte sich seine Flexibilität in Grenzen: "Wir müssen für den Schutz der Soldaten im Einsatz das Notwendige vorhalten."
Es könne nicht angehen, aus kühlen Zahlenerwägungen Geld zu streichen.
TALIBAN DROHEN
Die Taliban-Terroristen haben unterdessen eine neue Welle der Gewalt gegen Ausländer und "ihre Stellvertreter" angekündigt.
Die Offensive mit dem Namen El Faath ("Sieg") werde an einem Montag beginnen und richte sich gegen Diplomaten, Mitglieder des afghanischen Parlaments, ausländische Soldaten und ausländische Unternehmer, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Mitteilung.
Die Taliban drohen mit Erschießungen, Entführungen und Sprengstoffanschlägen.
Kommentar:
Afghanen haben wohl Respekt vor Waffen? Jedenfalls kann man das aus Ihren Fragen, warum die Kameraden nur Gewehr haben, entnehmen. Jetzt kommen Marder und 2 PzH200 zu Einsatz. Hoffen wir das sich dadurch die Lage etwas entspannt. Obwohl nach Berichten die 20-mm-Bordkanone des Marder nur zum "anklopfen" an die Steinwälle und dicken Mauern der Lehmhütten ausreichen wird. Wäre hier nicht eine wirkungsvollere Waffe zweckdienlicher?
Bundeswehr setzt zum ersten Mal in Afghanistan schwere Artillerie ein!
Schwere Artillerie in Afghanistan!
Im Gefecht mit Aufständischen in Kunduz kam am 10.07.2010 zum ersten Mal eine der 3 dorthin verlegten Panzerhaubitze 2000 zum Einsatz.
Eins der schweren Geschütze feuerte nach Bundeswehr-Angaben aus seiner Stellung im PRT Kunduz heraus fünf Schuss ab, um die Bergung eines durch einen Sprengstoffanschlag beschädigten Fahrzeugs zu ermöglichen.
Dabei sei "scharfe Munition" zum Einsatz gekommen, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam.
Es war nach Einschätzung von Experten der erste Einsatz von schwerer Artillerie in der Geschichte der Bundeswehr überhaupt. (*)
Im Unruhedistrikt Char Darah bei Kunduz waren bei der Detonation von zwei Sprengfallen am Samstag zwei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt und Bundeswehrfahrzeuge beschädigt worden.
Das Artilleriegeschütz vom Typ Panzerhaubitze 2000 war Ende Mai nach Afghanistan verlegt worden.
Über die näheren Umstände des Beschusses gab es zunächst keine Angaben.
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte im April bei einem Truppenbesuch in Masar-i-Sharif angekündigt, "so schnell wie möglich" zwei Panzerhaubitzen 2000 nach Kunduz zu verlegen.
Die Haubitze soll den Soldaten in den immer häufigeren Gefechten mit den radikalislamischen Taliban Rückendeckung geben.
Mit der 155-Millimeter-Kanone können vom Feldlager aus Ziele in einem Umkreis von 40 Kilometern auf das Genaueste getroffen werden.
Im Süden Afghanistans wird die Haubitze seit 2006 von den Niederländern genutzt.
(.. siehe hierzu auch im Bereich Artillerie-Kino unter TV-Berichte den Film: PzH2000 nach AFG)
.. und so lief der Abtransport einer der 3 PzH2000 mit der russischen Antonow am Samstag, 16.05.2010 vom Fliegerhort Nordholz (Niedersachsen) ab!
Kommentar:
Schön, dass unsere Kameraden in Kunduz jetzt endlich Feuerunterstützung durch unsere Artillerie erhalten. Meine Hochachtung, dass es offensichtlich reibungslos geklappt hat, diese schweren Geschütze von Kabul nach Kunduz zu schaffen. Ich verneige mich vor dieser Leistung. Und nun ist eine der 3 Panzerhaubitzen zum ersten Mal in Afghanistan von unseren Artilleriekameraden (40 Soldaten) vom
.Artillerie-Lehr-Regiment 345 aus Kusel eingesetzt worden. Was ich nicht verstehe, ist der Kommentar aus dem Einsatzführungszentrum der Bundeswehr in Potsdam "es sei scharfe Munition zum Einsatz gekommen!" Über so eine Aussage kann man einfach nur den Kopf schütteln und sich fragen, wäre Manövermunition hier besser gewesen? Wohl eher nicht Herr Sprecher!
(*) Die Einschätzung der "Experten" über den ersten Einsatz schwerer Artillerie der Bundeswehr überhaupt ist schlichtweg falsch. Der erste Einsatz von schwerer Bundesdeutscher-Artillerie (Bundeswehr) war im Kosowo. Damals allerdings noch mit der Panzerhaubitze M109!
Wir sind in Gedanken bei allen im Auslandseinsatz stehenden
Kameradinnen & Kameraden!
Schreibt Ihr uns Kameradinnen & Kameraden!
Auch annonym!
webredaktion@artillerie-gesellschaft-augustdorf.de
Wir versprechen Euch hier, wir treten für Euch, mit Eurer Meinung (anonymisiert) und mit dieser Webseite in die Öffentlichkeit!
Wir fügen nichts hinzu, lassen aber auch nichts weg, lediglich Euer Name wird ge- und behütet und niemals der Öffentlichkeit preisgegeben!
(Der hier wiedergegebene Text kann unter Umständen auch eine Einzelmeinung darstellen!)
Text: Auszüge aus diversen Tageszeitungen aus In- und Ausland umgesetzt & kommentiert durch: Hans-Georg Krause
Bilder: DPA
V.i.S.d.D.P.R.
Hans-Georg Krause
Vorsitzender & Vorstandssprecher
Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V.