Lippische Artillerie


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21.04.2010

Thema im .. > April

Am 21. April meldete eine große Regionalzeitung:

Union stellt Militärs Blankoscheck aus
- Wehretat so erhöht werden!


Berlin:
Angesichts der schwierigen Lage der deutschen Soldaten in Afghanistan ist die Union im Bundestag zur Aufstockung des Verteidigungsetats bereit.

"Das Verteidigungsministerium muss das kriegen, was es möchte" sagte der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU) nach Teilnehmer-angaben in einer Sitzung in Berlin.

Innerhalb von zwei Wochen sind sieben deutsche Soldaten ums Leben gekommen. Daraufhin gab es erneut Debatten um eine bessere Ausrüstung der Bundeswehr.

Ein Unionsfraktionsmitglied sagte, die Union sei bereit, für den Bundeshaushalt 2011 eine Erhöhung des Etats zu beantragen. Der Wehretat für 2010 umfasst 31 Milliarden Euro.

Allein der Afghanistaneinsatz kostet in diesem Jahr rund eine Milliarde Euro.


Union und Opposition streiten derweil über die Fortsetzung des Kunduz - Untersu-chungsausschusses des Bundestages, nachdem die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Bundeswehr-Oberst Georg Klein eingestellt wurden.
So weit die aus Bielefeld erscheinende:



Kommentar:

Für unseren Bundesverteidigungsminister hat sich jetzt so ziemlich alles geändert, nachdem das Strafverfahren gegen Oberst Klein eingestellt worden ist!

Nur nicht die Lage in Afghanistan!


Während sich hier die Politiker allenfalls im politischen Schattenboxen üben - zum Beispiel hoffent-lich wohl morgen zum letzten Mal im nunmehr eigentlich sinnlos gewordenen Untersuchungsaus-schuss zum Bombardement von Kunduz - und sich politische - telegene Scheingefechte (Wahl-kampfgetöse) liefern, wird in Afghanistan weiter geschossen, getötet und gefallen.

Das ist den Soldaten nur zuzumuten, (ein schrecklicher Ausdruck) zumal sie zum einen über die Bevölkerung und zum Zweiten die breite Mehrheit der Politik hinter sich wissen würden.

Ersteres ist nicht mehr gegeben, denn über 70% (siehe Meinungs- und Forschungsinstitute) der Bevölkerung Deutschlands spricht sich inzwischen gegen einen Einsatz in Afghanistan aus.

Letzteres vielleicht auch nicht mehr lange, denn wie lange will ein "machtbesessener" Politiker noch gegen die "allgemeine Volksmeinung" arbeiten, ohne um sein Mandat bei der nächsten Bundestagswahl fürchten zu müssen?

Es sollte uns schon zu denken geben, dass statt SPD-Fraktionschef Steinmeier, der immer vehement den Afghanistaneinsatz favorisierte, nun Parteichef Gabriel auf Kanzlerin Merkels Regierungserklärung zu Afghanistan antworten wird.

Dass die CSU dieses politisch instrumentalisiert und der SPD eine Absetzbewegung von der bis-herigen Politik unterstellt, ist eigentlich doch logisch, oder?

Falsch muss es deshalb aber ja nicht gleich sein!

Schon früher hat sich Gabriel, der in seiner Vita bescheiden "1979 bis 1981 Bundeswehr" aufführt, vehement für einen konkreten Abzugstermin ausgesprochen, was an den Realitäten am Hindukusch vorbeigeht und außerdem den Taliban in die Hände spielt.

Das muss Gabriel, der offenbar Offizier in der Bundeswehr war, aber nicht beirren.

Für ihn liegt der Hindukusch dieses Jahr ohnehin bei uns in NRW.

Mann stelle sich vor, bei einem Afghanistanetat von (2010)von
EINER MILLIARDE Euro, gibt es keinen ausreichenden Schutz für unsere Kameraden in Afghanistan.

Sie riskieren jeden Tag aufs Neue ihr Leben, in "Pappkisten" und haben keine Unterstützung in der Bevölkerung.

Darüber beklagen sich unsere Kameraden auch zu recht!

Aber vielleicht sollten sie sich zuerst einmal verinnerlichen, dass es zuerst die Politik ist, die sie in diesen Einsatz gedrängt hat, nicht die Bevölkerung.

Sicher, es ist völlig falsch jetzt die Schuld unseren Soldaten, unseren Kameraden, zu zuschreiben.

Die können am wenigsten dafür, die fordern unsere Unterstützung, und das zu Recht.

Von der Politik in einen "humanitären" Einsatz geschickt, verlieren zunehmend mehr Kameraden ihr Leben am Hindukusch.

.. und es nimmt wahrscheinlich auch kein Ende.


Wir fordern:

Sofort schwere und schwerste Waffen zum Schutz unserer Kameraden an den Hindukusch.

Die paar popeligen 60 Stück Eagle IV die jetzt wahrscheinlich irgendwann einmal bestellt werden, und wann sie dann ausgeliefert werden und am Hindukusch ankommen, kann man nur vermuten, sind witzlos.

Auch die losgetretene Debatte der zwei Haubitzen für Kunduz ist ein Witz und dient nur der Beruhigung von uns, der Bevölkerung, denn logistisch gesehen sind sie von Kunduz weiter entfernt, als der Mond von der Erde zu erreichen ist.

Helft unseren Soldaten, unseren Kameraden, zeigt ihnen "wir stehen zu Euch"
auch wenn die Politik versagt!




Schreiben Sie uns zu diesem Thema Ihre Meinung.


V.i.S.d.d.P.R.
Webredaktion Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V
vertreten durch den Vorsitzenden
& Vorstandsprecher
Hans-Georg Krause



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