Lippische Artillerie


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26.04.2010

Thema im .. > April


.. und es nimmt kein Ende!




Am vergangenen Freitag gab es wieder eine Trauerfeier für vier gefallene Kameraden!

Kameraden die sich im Angriffseinsatz befanden und durch eine Sprengfalle, beziehungsweise durch Beschuss gefallen sind.

Diesesmal, verzichtete unsere Kanzlerin auf eine Trauerrede. Zumindest war sie aber anwesend. Dafür fand der Bundesminister für Verteidigung, Baron Karl-Theodor zu Guttenberg wieder einmal heroisch markige Worte im Münster von Ingolstadt.

Mit einem, von der Presse als "bewegend" aufgefassten Gottesdienst haben ein Großaufgebot von Politikern sowie Angehörigen und Kameraden von den vier in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten, unseren Kameraden, Abschied genommen. Bei der Trauerfeier im Münster von Ingolstadt wollte wohl der Bundesminister für Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg, die Bevölkerung auf weitere tote Soldaten in Afghanistan einstimmen. Zugleich forderte der CSU-Politiker von der Bevölkerung ein mehr an moralischer Unterstützung für die Einheiten am Hindukusch.

"Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden, und werden es auch in den nächsten Jahren sein, nicht nur in Afghanistan", sagte er. Die deutsche Gesellschaft, "die diesen Dienst bislang allenfalls freundlich distanziert zur Kenntnis nimmt", müsse umdenken. Kanzlerin Angela Merkel sprach mit den Angehörigen der vier Gefallenen und nahm anschließend mit rund 1.000 Trauergästen an dem ökumenischen Gottesdienst teil, ohne das Wort zu ergreifen. Zu Guttenberg sagte, sieben Tote allein im April zeigten, wie gefährlich der Einsatz "im Kriegsgebiet" Afghanistan geworden sei.

Sie sind ja wohl nicht auszuhalten, diese, Sie entschuldigen, öffentlich zur Schau getragenen Lügengebilde. Da beklagt sich der designierte Bundesminister für Verteidigung doch glatt während seiner Trauerrede: "Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden, und werden es auch in den nächsten Jahren sein, nicht nur in Afghanistan. Die deutsche Gesellschaft, die diesen Dienst bislang allenfalls freundlich distanziert zur Kenntnis nimmt, müsse umdenken!" Herr Bundesminister, wer hat uns, der Bevölkerung bislang denn immer "vorgegaukelt" das es sich um Routine, einen humanitären Einsatz, kaum oder wenig gefährlich für unsere Soldaten, handelte?

Sie und Ihre Vorgänger sowie der Rest unserer Parlamentarier, soweit sie sich überhaupt damit beschäftigten!

Jetzt, da die Bundeswehr im Rahmen des "Partnering" zusammen mit den afghanischen Soldaten und anderen Alliierten gegen die Taliban offen in den Einsatz (Schlacht) zieht, kommen Sie uns so.

Sie und die Politiker des Bundestages schicken unsere Kameraden der Bundeswehr in einen Kampfeinsatz. Die Bundeswehr geht von der Wehr (Verteidigung) in den Angriff über! Wie sollen wir das denn verstehen? Führen wir, die Bundesrepublik jetzt doch Krieg am Hindukusch?

Sicher werden Sie jetzt, wie Weiland Ihre Vorgänger auch zur "Keule" der "Vorne-weg-Verteidigung" greifen und uns erklären das die vor-weg-genommene Verteidigung, sprich Angriff, bevor der Gegner angreift, immer noch Verteidigung ist.

Unsere Kameraden am Hindukusch haben unsere volle moralische Unterstützung, aber auch unser Mitgefühl, denn sie werden von Politikern in einen Angriffseinsatz geschickt, den sie weder so nennen noch so führen dürfen.

Ist es richtig, das unsere Bundeswehrsoldaten erst dann von der Waffe Gebrauch machen, wenn sie beschossen wurden?

Ist es richtig dass unsere Bundeswehrsoldaten bisher bei keinem der Gefechte den ersten Schuss abgaben, um einer Anklage in der "Heimat" zu entgehen?

Ist es richtig, das unsere Bundeswehrsoldaten jetzt im Rahmen des neu strukturierten Einsatzes in Afghanistan, den "Partnering", ebenfalls so vorgehen?

Wenn das so ist, Herr Bundesminister, haben Sie uns dann nicht schon wieder belogen?

Die Bundeswehr führt jetzt im Rahmen des "Partnering" in Afghanistan Krieg!

Wie lange will man uns denn noch verschaukeln?






Liebe Leserinen und Leser, schreiben Sie uns zu diesem Thema Ihre Meinung.


V.i.S.d.d.P.R.
Webredaktion Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V
vertreten durch den Vorsitzenden
& Vorstandsprecher
Hans-Georg Krause







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