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Afghanistan: Rotes Kreuz als Zielscheibe


Bundeswehr in Afghanistan verzichtet auf Rot-Kreuz-Zeichen


Berlin — Die Bundeswehr in Afghanistan verzichtet künftig aus Sicherheitsgründen auf das Zeichen des Roten Kreuzes an ihren Fahrzeugen. In den vergangenen Monaten sei es vermehrt zu Angriffen auf diese Fahrzeuge gekommen, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums zur Begründung. Auch die Ärzte und Sanitäter der US-Streitkräfte sowie die britischen und französischen Truppen verzichten demnach auf das Zeichen.

Die "Beweglichen Arzttrupps" der Bundeswehr sollen nun nach Angaben des Magazins "Focus" in unmarkierten, mit Maschinengewehr oder Granatwerfer ausgerüsteten Wagen die Patrouillen begleiten. Die Sanitätsfahrzeuge sind zwar gepanzert, aber unbewaffnet. "Das Rote Kreuz ist für die Taliban eher noch ein Angriffsziel", hatte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) kürzlich gesagt.

Die Bundeswehr hatte vor einer Woche gemeinsam mit afghanischen Sicherheitskräften im Norden des Landes eine Offensive gegen die radikalislamischen Taliban gestartet. An den Kämpfen im Raum Kundus sind rund 300 Bundeswehrsoldaten beteiligt.


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