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Bermuda Dreieck
Das Bermuda Dreieck ist eine ca. 3,9 Millionen km² große Region des Meeres, die grob gefasst durch Bermuda, Puerto Rico und durch die südliche Spitze von Florida gebildet wird. Dieser Region wird nachgesagt, dass dort die physikalischen Gesetze durch paranormalen Einfluss versagen. Im Bermudadreieck sollen Flugzeuge und Schiffe durch äußerst unwahrscheinliche Umstände verschwunden sein. Die Küstenwache der Vereinigten Staaten von Amerika argumentiert aber, das sich in dieser Region nicht mehr Schiffe und Flugzeuge verschwinden als an anderen schwer frequentierten Orten auf der Welt. Eine ähnliche Region, die in die Klasse der Orte mit paranormalen Effekten fällt, ist das Teufelsdreieck in der Nähe von Japan.
Erste Erwähnung
Der erste Zeitungsartikel über das Verschwinden in dieser Region wurde E.V.W. Jones im Jahre 1950 veröffentlicht. Laut dem Artikel von Jones sollen Schiffe, Flugzeuge und kleine Boote in der Region verschwunden sein. Jones nannte die Region in seinem Artikel "Das Teufels Meer". Im Jahre 1952 wurde in einem Artikel von George X. im "Fate Magazin" über weitere merkwürdige Vorfälle berichtet. Das Ausdruck "Bermudadreieck" wurde von Vincent Gaddis im Jahre 1964 geprägt.
Berühmtheit
Die Region bekam ihren berühmten und weit verbreiteten Ruf durch das Buch "The Bermuda Triangle" von Charles Berlitz aus dem Jahre 1974. Das Buch beinhaltet eine Serie von Berichten über das mysteriöse Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen, besonders detailliert wird über den Verlust einer Staffel von 5 U.S. Navy Flugzeugen berichtet. Das Buch war ein Bestseller und viele aufgeweckter Leser schilderten daraufhin ihre Theorien über das Verschwinden. Die Liste der Theorien beinhaltet natürliche Stürme, Entführung durch außerirdische Technologie, hohe Unfallhäufigkeit wegen des starken Verkehr in dem Gebiet, ein temporale Anomalie, ein Atlantis Imperium am Boden des Meeres oder andere übernatürlichen Kräfte.
Zwischenfälle
Flight 19
Der wohl bekannteste Vorfall im Bermudadreieck ist der Zwischenfall betreffend dem Verschwinden des Fluges 19, einer U.S. Navy Staffel von Avenger TBM Torpedo Bombern. Der Trainingsflug (Flug 19) startete in Fort Lauderdale, Florida am 5. Dezember 1945. Die Flugmannschaft bestand aus erfahrenen Marine Corps Piloten. Die Flugzeuge sind nach dem Melden von ungewöhnlichen visuellen Effekten spurlos verschwunden. So berichtet es Berlitz in seinem Buch "The Bermuda Triangle". Wie Berlitz beschreibt waren die Bomber für Langstreckenflüge ausgerüstet, so dass diese in den nächsten Tagen hätten gesichtet werden müssen, da die Flugzeuge über genug Kerosin verfügten. Außerdem war die See am nächsten Tag ruhig und der Himmel klar. Das Rettungsflugzeug der Navy, das nach den Verschwundenen Piloten Ausschau hielt, ist ebenfalls spurlos verschwunden. So wurde der Zwischenfall als "Ursache unbekannt" abgelegt.
Einige Fakten fehlten aber in der Beschreibung von Berlitz, wie bei späteren Recherchen festgestellt wurde. Der Flug 19 war ein Trainingsflug bei dem alle Mitglieder der Mannschaft außer Lt. Charles Taylor Studenten waren. Wahrscheinlich wurde der Commander der Mission verwirrt, weil der Kompass des Flugzeuges nicht mehr richtig funktionierte. So verwechselte der Commander wahrscheinlich eine kleine Inselgruppe mit den Florida Keys. Deswegen flog der Commander weiter in Richtung Norden, wo das angebliche Ziel seiner Mission lag, aber durch eine aufziehende Gewitterfront wurde seine Funkverbindung gestört. Die Flugzeuge der Staffel sind höchst wahrscheinlich ohne Treibstoff im laufe der Nacht auf dem Meer aufgeschlagen. Da die Flugzeuge nicht für die Landung auf Wasser konstruiert waren, sind diese beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche zerstört worden.
Ein Rettungsflugzeug von mehreren ist nicht wieder zurückgekehrt. Dieses Flugzeug war eins von zwei "Martin Mariners", die auch den Ruf von "Fliegenden Bomben" oder "Fliegende Gastanks" hatten. Die Flugzeuge dieses Typs waren erst kürzlich mitten im Flug explodiert. Ein Frachter registrierte auch eine Explosion mitten in der Luft. Das andere Rettungsflugzeug kam von der Suchaktion zurück.
Es ist bis heute ein Mysterium, was aus den Flugzeugen geworden ist. In den folgenden Jahren 1986, 1990, 1991, 1992 wurden zwar einige Flugzeuge oder Wrackteile gefunden, aber die Identität von Flight 19 konnte nicht bestätigt werden. Die Seriennummern der gefundenen Motorblöcke passten bei keinen der gesunkenen Maschinen.
Frachter Raifuku Maru
Der japanische Frachter verschwand 1924 (oder 1928 ) westlich der Bahamas. Der letzte Funkspruch war ein SOS Signal, das kaum verständlich wahr. Wie viele Menschen bei dem Verschwinden um Leben kamen ist ungewiss. Larry Kusche konnte in seinem Buch "The Bermuda Triangle Mystery: Solved" beweisen, das der Frachter viel weiter nördlich sank. Also befand sich die Crew nicht im Bermudadreieck, als der Frachter wahrscheinlich in einem Sturm sank.
Erklärungen
Kusches Forschungen
Angeregt durch zahlreiche Studenten entschloss sich Lawrence Kusche, ein Bibliothekar an der Arizona State Universität, mit den original Berichten der Ereignisse zu beschäftigen. Nach langen und schwierigen Recherchen kam er in den Besitz der originalen Dokumente. Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1975 in dem Buch "The Bermuda Triangle Mystery: Solved". Kusches Forschungen enthüllten eine Menge von Widersprüchen zwischen Berlitz Beschreibungen und den Aussagen von Augenzeugen und Beteiligten der Ereignisse. Ebenfalls sind viele Informationen, die sich Tage später ereigneten und etwas mehr Klarheit in die Ereignisse brachten von Berlitz nicht erwähnt worden. Außerdem hat Berlitz viele Ereignisse, die außerhalb des Bermudadreieckes stattfanden, einfach in die mysteriöse Region verlegt. Eine mögliche Ursache für das Verschwinden der Schiffe ist für Kusche, das diese Region eine der lebhaftesten Schifffahrtsrouten der Welt ist. Der Prozentuale Anteil an Verlusten ist nicht höher als anderswo auf der Erde. Außerdem wird die Region von zahlreichen tropischen Stürmen heimgesucht, so dass das Verschwinden von Booten oder Schiffen nicht unüblich ist.
Freak Waves
Freak Waves sind Wellen die eine Höhe von 30m erreichen können, die jedes Schiff innerhalb von Sekunden zum kentern bringen. Die Wellen entstehen durch eine Überlagerung von vielen Wellen. Dies konnte auch experimentell im Labor nachgewiesen werden. Kürzliche Satellitenaufnahmen konnten die Theorie bestätigen, wo auf mehreren Satellitenbildern mehr als 10 „Freak Waves“ zu beobachten waren. Diese Wellen könnten die Ursache für Verschwinden von zahlreichen Schiffen sein.
Südatlantik Anomalie
Die "Südatlantik Anomalie" ist eine Region mit einer hohen elektromagnetischen Aktivität, die durch den Van Allen Gürtel verursacht werden. Es ist eine bekannte Gefahr für elektronische Systeme von künstlichen Satelliten, die sich in einer bestimmten Entfernung und Neigung befinden. Einige Leute vermuten, dass die Strahlung für die Verluste in der Bermudadreieck Region verantwortlich ist.
Fazit
Viele Beweise für den Einfluss von paranormalen Kräften auf das Verschwinden von Schiffen konnten ausgeschlossen werden. Die Ursachen waren falsche oder fehlerhafte Berichterstattung. In vielen Fällen konnte auch menschliches Versagen nachgewiesen werden. Einige wenige Verluste bleiben ungeklärt, deren Anzahl aber so klein ist, das die Region eigentlich ihr Mysterium verlieren sollte.