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Das Bernsteinzimmer

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Das Bernsteinzimmer


Das Bernsteinzimmer im Katherinenpalast von Puschkin (früher Zarskoje Selo genannt) nahe St. Petersburg, Russland ist eine komplette Zimmerdekoration mit Bernsteintafeln und Spiegeln, die mit viel Gold verziert sind. Aufgrund seiner Einzigartigen Schönheit wird das Bernsteinzimmer auch als das 8. Weltwunder bezeichnet.


Das Bernsteinzimmer wurde während des zweiten Weltkrieges von Nazi Deutschland erbeutet. Der Verbleib des erbeuteten Bernsteinzimmers ging beim Chaos am Ende des 2. Welkkrieges verloren. Das eigentliche Schicksal des Bernsteinzimmers ist bis heute ein Mysterium und Schatzsucher aus der ganzen Welt suchen nach dem größten Schatz aller Zeiten, dem Bernsteinzimmer.

Anfertigung


Das Bernsteinzimmer wurde am Charlottenburger Schloss, dem Berliner Palast von Friedrich I., im Jahre 1701 auf Veranlassung von Sophie Charlotte, seiner zweiten Frau, angefertigt. Der Entwurf des Bernsteinzimmers stammt von Andreas Schlüter. Das Bernsteinzimmer wurde von den Meistern Gottfried Wolfram, Ernst Schacht und Gottfried Turau angefertigt.
Das Bernsteinzimmer blieb nicht lange nach seiner Fertigstellung im Charlottenburger Schloss. Peter der Grosse, Zar von Russland, bewunderte das prachtvolle Zimmer bei einem Besuch im Jahre 1716. Friedrich Wilhelm I., der erste Sohn von Friedrich I., schenkte es dem Zaren und legte somit den Grundstein für eine preußisch-russische Allianz.
Im Jahre 1755 lies die Zarin Elisabeth Petrowna das Bernsteinzimmer zuerst im Winter Palast und später im Katherinenpalast installieren.
Das Bernsteinzimmer ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von deutschen und russischen Handwerksmeistern. Nach einigen Renovierungen im 18. Jahrhundert bedeckte das Bernsteinzimmer eine Größe von über 55 m² und beinhaltete über 6 Tonnen Bernstein. Die Konstruktion des Zimmers hatte mehr als 10 Jahre gedauert.

Raub


Als die deutsche Invasion auf die Sowjetunion im zweiten Weltkrieg begann, auch Operation Barbarossa genannt, versuchten die Kuratoren das Bernsteinzimmer abzubauen. Die Kuratoren sollten sämtliche Kunstschätze aus Leningrad auf sichere Weise entfernen und sie so vor den Deutschen schützen. Über die Jahre war der Bernstein leider brüchig geworden, so dass beim Versuch das Bernsteinzimmer abzubauen der Bernstein abbröckelte. Darum versuchten die Russen das Bernsteinzimmer hinter Tapeten zu verbergen, um die Nazis zu täuschen.
Der Versuch schlug fehl und die Nazis bauten das Bernsteinzimmer auseinander und transportierten es zu Schloss Königsberg, um es dort zu lagern und auszustellen.

Verschwinden und Theorien


Im Verlauf des Krieges wurde Königsberg stark von der Royal Air Force bombardiert und erlitt weiteren Schaden durch die vorrückenden Sowjets bevor die Stadt am 9. April 1945 fiel. Das Bernsteinzimmer wurde nie wieder gesehen, aber gelegentlich wird von Teilen des Bernsteinzimmers berichtet, die den Krieg überlebt haben sollen.
Es gibt viele sich widersprechende Berichte und Theorien über den Verbleib des Bernsteinzimmers.

Theorien


- das Bernsteinzimmer wurde bei einer Bombardierung zerstört
- Das Bernsteinzimmer ist versteckt in einem unterirdischen Bunker in Königsberg
- Das Bernsteinzimmer wurde in Minen versteckt, die entlang einer deutsch-tschechischen Bergkette liegen, nicht weit von Berlin
- Das Bernsteinzimmer war auf einem U-Boot, das von den Sowjets in der Ostsee versenkt wurde

Im Jahre 1997 tauchte ein italienisches Steinmosaik in Deutschland auf, das Teil eines vierteiligen Sets war, das das Bernsteinzimmer schmückte. Das Mosaik war im Besitz einer Familie, dessen Vorfahr Soldat im 2. Weltkrieg war und beim transportieren des Bernsteinzimmers geholfen hat.

Rekonstruktion


Im Jahre 1979 begannen die ersten Bemühungen eine Rekonstruktion des Bernsteinzimmers zu schaffen, die mit Hilfe von schwarz-weiß Fotografien des Originals entstanden. Im Jahre 2003 war die schwierige Arbeit der russischen Handwerker zum größten Teil erledigt. Der neue Raum wurde zur 300 Jahr Feier der Stadt St. Petersburg vom russischen Präsidenten Vladimir Putin und dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder eingeweiht.
In der Stadt Kleinmachnow in der Nähe von Berlin befindet sich eine Miniatur Nachbildung des Bernsteinzimmers. Die Berliner Sammlerin Ulla Klingbeil lies diese Kopie aus echten ostpreußischen Bernstein anfertigen.








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