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Eisernes Kreuz - Geschichte & Gegenwart

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Die Geschichte des Eisernen Kreuzes


Das Eiserne Kreuz: ein Verdienstorden, verliehen an Soldaten für herausragende Tapferkeit. Es hatte über die Jahre verschiedene Formen, hier ist die Form von 1939 bis 1945 zu sehen. Stifter des Eisernen Kreuzes war Friedrich Wilhelm III (1770-1840), König von Preußen. Er stiftete es am 10.03.1813 zum Andenken an seine damals schon verstorbene Frau, Königin Luise von Preußen, die für ihren Einsatz im Befreiungskrieg der Deutschen gegen Napoleon ab 1805 bekannt war. Der deutsche Architekt, Stadtplaner und Maler Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) entwarf den Orden.

Zu den Trägern des Eisernen Kreuzes gehören: Fürst Blücher von Wahlstadt, Preußischer Feldmarschall, Helmuth von Moltke, Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff. Im deutsch-französischen Krieg wurde 1870 das Eiserne Kreuz gleich massenhaft verliehen. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Praxis die Regel. Auch zahlreiche Nationalsozialisten schmückten sich mit dem Eisernen Kreuz. Hermann Göring und Erwin Rommel waren Ordensträger. Auch Mitgliedern der Waffen-SS wurde das Eiserne Kreuz in der Nazi-Zeit verliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg trugen bei offiziellen Anlässen sogar Politiker wie der FDP-Vorsitzende Erich Mende Ritterkreuz und Eisernes Kreuz. Unter Bundeskanzler Ludwig Erhard war Mende von 1963 bis 1966 Minister für gesamtdeutsche Fragen und Vizekanzler. Der einfache Landser frotzelte, wenn ein Vorgesetzter sich besonders hervortat, um mit dem Eisernen Kreuz (EK) der Stufen 1 oder 2 ausgezeichnet zu werden: "Der hat wohl Halsschmerzen!"


Und was sagt die Bundeswehr?

Das Eiserne Kreuz hat einen festen Platz in der deutschen Geschichte. Zunächst als Tapferkeitsauszeichnung gedacht, entwickelte es sich bald zum Staatssymbol. Seit 1956 ist es das Hoheitszeichen der Bundeswehr. In der jetzigen großen Katastrophe, von welcher für das Vaterland alles abhängt ..." So beginnt die Stiftungsurkunde des Eisernen Kreuzes, die von Preußens König Friedrich Wilhelm III. in Breslau unterzeichnet wurde. Sie trägt das Datum des 10. März 1813. Mit dem Befreiungskrieg gegen Napoleon beginnt die Geschichte des bekanntesten deutschen Ordens. Der künstlerische Entwurf des Eisernen Kreuzes stammt von Karl Friedrich Schinkel, dem preußischen Architekten und Bildhauer. Der Geist der Befreiungskriege spiegelt sich in der Verleihung des Ordens wider. Ohne Unterschied im Rang wurden Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften damit ausgezeichnet.


Jeder zwanzigste Kriegsteilnehmer erhielt für seine Taten das Eiserne Kreuz. Etwa 9.000 Auszeichnungen wurden direkt ausgegeben, die übrigen Träger mussten warten, bis Ausgezeichnete verstarben und deren Kreuze erneut ausgegeben werden konnten. Preußen war arm und musste sparen. Im deutsch-französischen Krieg 1870/71 wurde das Eiserne Kreuz wieder verliehen. Dabei blieb es in seiner Form gleich, nur das Stiftungsjahr auf der Vorderseite wurde geändert. Auch Angehörige nicht-preußischer Kontingente konnten nun die Auszeichnung erhalten. Die dritte Stiftung erfolgte zu Beginn des Ersten Weltkrieges am 5. August 1914 durch Kaiser Wilhelm II. Von den rund 13 Millionen Kriegsteilnehmern erhielt fast jeder Dritte eines der Eisernen Kreuze am schwarzen und weißen Bande verliehen. Zudem wurde das Eiserne Kreuz im Ersten Weltkrieg erstmals als deutsches Hoheitszeichen verwendet und für diesen Zweck vereinfacht. So war es z. B. auf den stoffbespannten Tragflächen der ersten deutschen Militärflugzeuge zu finden. Im Zweiten Weltkrieg wurden noch weitere Stufen des Eisernen Kreuzes eingeführt. Die Testpilotin Hanna Reitsch bekam 1942 als einzige Frau das Eiserne Kreuz verliehen. Zum Balkenkreuz verändert, prangte es zudem auf den Panzern und Flugzeugen der Wehrmacht. Von den Offizieren des 20. Juli 1944 waren 13 Inhaber des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. 711 Ritterkreuzträger dienten später in der Bundeswehr, von den 114 einen Generalsrang erreichten. Insgesamt wurde das Eiserne Kreuz etwa 2,3 Millionen mal während des Krieges verliehen. Mit der Aufstellung der Bundeswehr erinnerte man sich in den fünfziger Jahren wieder an die traditionelle Tapferkeitsauszeichnung. So schmückte es als einzige Dekoration die Kraftfahrzeughalle in Bonn, in der die ersten 101 Soldaten der neuen Streitkräfte durch Verteidigungsminister Theodor Blank ernannt wurden. Mit Anordnung des Bundespräsidenten vom 1. Oktober 1956 wurde das Eiserne Kreuz zum Erkennungszeichen der Bundeswehr. Heute fungiert es in den Farben Blau und Silber als Symbol für die neue Bundeswehr. Diese Form ersetzt jedoch nicht das traditionelle schwarze Hoheitszeichen.



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