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PzArtBtl215
Sie hören den Artillerie-Marsch "Unsere Garde-Marsch"
Vom
I./ Bataillon Artillerieregiment 7
zum
Panzerartilleriebataillon 215 EK
Der 1. Oktober 1958 war die geschichtliche Geburtsstunde des Panzerartilleriebataillons 215. Mit Bekanntgabe des Aufstellungsbefehls Nr. 186 (Heer) wurde festgelegt, dass das I.<Bataillon Artillerieregiment 7, aus Teilen des abgebenden Artillerieregimentes 5 / Niederlahnstein, in Augustdorf zu bilden und zu kadern sein. Das "Vorauspersonal" bestehend aus dem Kommandeur mit 2 weiteren Stabsdienstoffizieren, 9 Unteroffizieren und 5 Mannschaften, trafen am 29.09.1958 im damaligen Lager Augustdorf ein. Man bezog die Unterkünfte des teilweise schon nach Münsingen verlegten Panzerbataillon 310.
Die Masse des Bataillonspersonals, in der Stärke von damals gerade einmal 123 Soldaten, traf am 02.10.1958 ein und wurde in einem feierlichen Appell vom Kommandeur der Panzergruppe C 3, der heutigen Panzerbrigade 21, Oberst von Canstein begrüßt, obwohl er rechtlich nicht der Vorgesetzter dieser Regimentseinheit war.
Das Anfangsjahr der Artilleristen war schwer in Augustdorf, mussten sie doch mit behelfsmäßigen verteilten Unterkünften in den immer noch nicht ganz von der Vorgängereinheit geräumten Kasernenblocks vorlieb nehmen.
Eine große Unterstützung, nicht nur weil es ihnen von höchster Stelle befohlen worden war, waren die schon im Lager Augustdorf stationierten Bundeswehreinheiten.
Die 1. Grenadierdivision hatte allen im Standort Augustdorf liegenden Truppenteilen die Weisung erteilt, I./A.R.7 während der Zeit des Aufbaus und der Kaderung jede notwendige Hilfe zu leisten. Ohne diese Einheiten wäre alles, von der Beschaffung von Verbrauchsgütern, Verpflegung und Heizmaterial, wohl im ersten, kalten Winter schon erbärmlich verlaufen.
Aus dieser Zeit rührt auch die Anekdote des ausgegangenen Toilettenpapiers.
Der VU (Versorgungs-Unteroffizier) des I./A.R.7 sprach bei den "Alteinheiten" um Überlassung etlicher Rollen Toilettenpapier vor! Die überlieferte Antwort soll so ausgefallen sein: "Beidseitig benutzen, wir haben selbst keines mehr und nehmen selbst schon Zeitungspapier!"
Augustdorf, das Lager und der Ort, waren in diesen Jahren Einöde, niemand wollte hier freiwillig sein.
In Erinnerung ist bei der älteren Bevölkerung des Ortes auch noch, dass das Lager einst im Kriege dazu diente Gefangene unter zu bringen. Nach Kriegsende und ersten Friedensjahren wurde das Lager ein Auffangbecken für Versprengte und Flüchtlinge. Doch 1957 änderte sich das schlagartig! Alles wurde weitestgehend renoviert, modernisiert und neu gebaut, um es den Erfordernissen, für die es dienen sollte, anzupassen. Augustdorf sollte wieder Garnison werden! Was im Ort zuerst unter Murren zur Kenntnis genommen wurde. Soldaten? Geht das schon wieder los? Schon bald wurden die ersten Soldaten des abgebenden ArtReg 5 aus Niederlahnstein in Marsch gesetzt mit dem Ziel Sennelager-Augustdorf. Sie rückten kurz darauf, als die ersten Artillerie-Soldaten des Standortes, durch das Tor des Lagers Augustdorf ein. 1958 folgte der Rest des Stammtruppenteils, bestehend aus 1/3 Stabs- und Versorgungsbatterie und nochmals 90 Soldaten des 2. Bataillon ArtReg 5, die fortan als 2.Batterie des I. Bataillon Artillerieregiments 7, dem Vorläufer des heutigen Panzerartilleriebataillon 215 EK, in Augustdorf stationiert sein sollten. Der erste Kontingent der im Lager Augustdorf eintraf, war mit 6 Geschützen des Typs M 52 (Abgabe aus Niederlanstein) ausgerüstet. Das zweite Kontingent, das dann eintraf, konnte keine Geschütze mitnehmen, da sonst das ArtReg 5 zu sehr geschwächt worden wäre. Aus Abgaben anderer Artillerieverbände wurden 6 Geschütze, deren Herkunft bis heute nicht mehr zu klären ist, vom Typ M7B2 nach Augustdorf verbracht. Um wenigstens eine Vereinheitlichung innerhalb der Batterien zu haben, wurde vom Bataillonsstab befohlen: "M52 zur 2./- Batterie - M7B2 zur 3./- Batterie"......................... Hier erklärt sich jetzt die verwirrende Darstellung verschiedener Geschütze im Bataillon.
Die "komplette" Geschichte des Panzerartilleriebataillon 215 können Sie nachlesen im Buch von Hans-Georg Krause.
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50 Jahre
1958-2008
Panzerartilleriebataillon 215
ISBN978-3-00-027808-2
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Das Buch können Sie unter www.augustdorfer-militaerliteratur.eu bestellen
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