Lippische Artillerie


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Kochen ? Aber artilleristisch!

AGeA e.V. > Mampf (Essen mit der Artillerie)

Bierdosenhähnchen

Zutaten:
1 Grillhähnchen
2 Dosen Bier je 0,5 L.
Grillgewürze und Kräuter: nach eigenen Vorlieben
Pflanzenöl: (kein Olivenöl, das wird bei den Temperaturen bitter.) Rapsöl zum Beispiel hat mit der Temperatur kein Problem
3-4 kleine bis mittelgroße Zwiebeln
Kartoffeln: So viele, dass nach dem Schälen ca. 500gr. übrig bleiben.


Die Grillgewürze und Kräuter mit Öl zusammenrühren.
Mit dieser Marinade wird der Vogel geschminkt.
Kartoffeln schälen, große Kartoffeln vierteln, kleine können ganz bleiben, mit Küchentuch trocken tupfen und in einer Schüssel mit 1-2 Esslöffel Öl schwenken.

Die Dose Bier HALBLEER trinken, wenn's nicht klappt mit der zweiten Dose noch mal versuchen HALBLEER trinken und dem Vogel soweit rektal (in den A…) schieben das die Keulen den Boden gerade noch nicht berühren. Mit einer kleinen Zwiebel die Halsöffnung verschließen damit später der Bierdampf nicht einfach nach oben abhauen kann.

Das Gebilde in eine (kleine) Auflaufschale stellen, die Kartoffeln unter dem Vogel um die Dose legen, die restlichen Zwiebeln vierteln und so viele man mag zu den Kartoffeln legen.

Das Ganze aufs Backblech unterste Schiene in dem vorgeheizten Backofen bei 170-180 Grad Umluft ca. 60 Min. backen.

Zeit und Temperatur sind ein wenig abhängig von der Größe des Vogels, also immer ein Auge drauf haben, wenn's langweilig wird ist hoffentlich noch die zweite Dose Bier da.

WICHTIG aufpassen beim Rausnehmen, manche Backofentüren sind recht klein für das senkrechte Gebilde und die Zwiebel oben im Hals drückt im Laufe des Backvorgangs wieder nach oben. Also erst nachsehen und eventuell vorm Rausnehmen die Zwiebel runterschubsen.

Kartoffeln und Zwiebeln nach Geschmack jetzt mit Pommes Salz bestreuen.

Guten Appetit wünscht M. Richter

Bohnen mit Speck

Zutaten:
4 Dosen Bohnen (Chilibohnen, Pintobohnen) je 425 g
1 Scheiben Speck, fetter, ca. 5 mm dick geschnitten
4 Scheiben Speck, durchwachsener, ca. 1 cm dick geschnitten
6 Zwiebeln
½ Liter Rinderbrühe
3 Knoblauchzehen
2 TL Paprikapulver
Kreuzkümmel
Cayennepfeffer
Currypulver
Oregano


Zubereitung:
Den fetten Speck würfeln und anbraten. Wenn der Speck anfängt braun zu werden, den in Streifen geschnittenen durchwachsenen Speck und die grob gewürfelten Zwiebeln hinzufügen. Alles zusammen knusprig braten.

Ca. 1 bis 2 TL Paprikapulver hinzufügen und kurz mitbraten, dann mit der Rinder-brühe ablöschen.

Nun die Chilibohnen (mit der Sauce aus der Dose) und gepressten Knoblauch zu-geben. Mit Kreuzkümmel, Cayennepfeffer, Currypulver und Oregano abschmecken.

Dazu Kartoffeln oder Weißbrot servieren.


Schlussbemerkung:
Schmeckt am Besten über offenem Feuer gekocht Pfanne oder Römertopf


Guten Appetit wünscht M. Richter

Kesselgulasch

Zutaten für 8 Personen:
1,5 kg Schweinefleisch
12 mittelgroße Kartoffeln
8 mittlere Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
3 Paprikaschoten, rot o. gelb
4 Petersilienwurzeln
4 Möhren
¼ l Öl
2 EL Paprika, edelsüß
1 EL Kümmel
Salz, Pfeffer
Scharfe Paprikawürzpaste



Zubereitung:
Schweinefleisch 2,5 x 2,5 cm groß würfeln, Paprikaschoten in Stücke schneiden.
Zwiebeln in Öl glasig anbraten, Fleisch dazu, kurz anbraten, Wasser dazu u. Salz, Paprikapulver süß, reichlich gemahlener Pfeffer, Kümmelpulver u. Knoblauchwürfel dazu u 30 Min köcheln.

Möhrenscheiben dazu, wieder 30 min köcheln.

Paprika, Petersilienwurzelscheiben u. 2 Löffel scharfe Paprikapaste dazu, kurz aufkochen, dann die gewürfelten Kartoffeln dazu, 20-25 min kochen lassen.

Zubereitungszeit: ca. 2 Std


Schlussbemerkung:
Schmeckt am Besten über offenem Feuer zubereitet

Guten Appetit wünscht M. Richter

Letscho

Zutaten:
Schweineschmalz
500 g weiße Spitzpaprika (nicht die bunte)
3 Dosen geschälte Tomaten
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
300g Cabanossi oder (Paprikawurst)
1 gehäufter Esslöffel scharfes Paprikapulver
1 Handvoll Graupen, Reis oder kleine Teigwaren
saure Sahne, Schnittlauch, Weißbrot

Zubereitung:
In etwas Schweineschmalz erhitzen, Paprikapulver hineinrühren, Zwiebeln und in Scheiben Knoblauchzehen und die Wurst anbraten, dann die kleingeschnittene Paprika dazugeben, umrühren und unter Rühren ein paar Minuten zusammen braten. die Tomaten dazugeben, Salzen und Pfeffern und gut umrühren, zudecken und ca. 1 Stunde köcheln lassen.

Danach kommt der Reis oder ähnliches bis zum Garwerden hinein. Topf vom Feuer nehmen, die verquirlten Eier dazu, umrühren, Eier stocken lassen.

Dazu frisches Weißbrot und einen Klecks saurer Sahne und gehackten Schnittlauch obendrauf superlecker! Auch eines der Gerichte die mit jedem Aufwärmen besser werden.

Schlussbemerkung:
Kann man sicher auch lecker am Lagerfeuer essen und zubereiten.
Die Menge der Eier kann nach Belieben erfolgen, wenn es ein eigenständiges Gericht ist.

Guten Appetit wünscht M. Richter

Lippischer Pickert

Zutaten:
1 kg Mehl
ca. ½ l warme Milch
8 große geriebene Kartoffeln
10 Eier
3 Esslöffel Haferflocken
Prise Zucker
Salz
Rosinen
2 Würfel Hefe

Zubereitung:
Aus den Zutaten einen geschmeidigen Hefeteig zubereiten, zum Schluss die geriebenen Kartoffeln unterarbeiten;
Vor dem Backen ausreichend gehen lassen!


Schlussbemerkung:
- Die Pickert werden in einer Pfanne ausgebraten, man nehme dazu Schmalz oder Palmin
- Menge eines Pickert (Suppenkelle)
- Zu dem Pickert kann Rübenkraut oder Leberwurst gereicht werden.
- Ein Rotwein dazu rundet das Ganze ab


Guten Appetit wünscht M. Richter

Kulinarisches einmal nicht aus der „Truppen-Küche“

Die „Lipper“ sind schon ein eigenwilliges Völkchen. Sie essen mit Genuss ihren „Lipsken-Pikkat“ und löffeln ihre „Bohnsupp“. Doch Lipper und Lippische Soldaten die im „Ausland“ waren erhöhten den Genusspegel, zumindest in der Gegend um Augustdorf herum. Wir „Lippschen Artilleristen“ stellen Ihnen hier einmal zwei unserer wichtigsten „Leib- und Magenspeisen“ vor! Zum Ersten dieser vor 1958 in Lippe gänzlich unbekannten kulinarischen Genüsse zählt der:


Schwenkbraten

Diese Gaumenfreude wurde in den hiesigen Raum durch Artilleristen, die an der Artillerieschule des Heeres in Idar-Oberstein zu einem Lehrgang waren, eingeschleppt, und versaut nun die „Lippische Küche“ (was aber durchweg positiv gemeint ist). Aber woher kommt diese teuflisch gute Gaumenfreude nun wirklich? Die Geschichte des Schwenkbratens ist eng mit der Geschichte der "Idar-Obersteiner-Edelsteinindustrie" verbunden.

Der Schwenkbraten ist ein Fleischgericht nach brasilianischer Art und in ganz Deutschland, nicht zuletzt durch uns, die Soldaten der Artillerie, als Idar-Obersteiner Schwenk- oder Spießbraten bekannt geworden. So haben auch hier im „Lippischen“ die Jünger der Heiligen Barbara dazu beitragen, dass, von Idar-Oberstein ausgehend, nicht nur Geschliffenes, sondern auch Gebratenes die deutschen Garnisonen und Regionen bereichert. Als in den wechselvollen Jahren um 1800 durch das Versiegen der Achatvorkommen, die steigenden Bevölkerungszahlen und die Not infolge der vielen Kriege, die das Pfälzer Land verwüsteten, so mancher Schleifer und Achatbohrer auswandern musste, suchten viele Obersteiner in Südamerika eine neue Heimat. In Brasilien fanden sie die herrlichsten Achate in nie gekannter Größe und Anzahl in den Flussbetten und auf der Sierra. Mit dem einfachen Leben in der Wildnis lernten sie auch die Gauchos und deren Gewohnheiten kennen. Hierzu gehörte auch das Braten des Fleisches am Spieß über offenem Feuer. Obersteiner Importeure brachten neben guten Rohsteinen diesen Brauch an die Nahe, wo die Schleifer das Schwenkbratenessen schnell übernahmen. Mittlerweile konnten sie sich wegen des gestiegenen Wohlstands ja auch häufiger einen Brocken Fleisch leisten. Von den Schleifern haben viele diesen Brauch übernommen und weiter verbreitet.
Später wurden daraus dann zwei Arten der Zubereitung: der"Schwenkbraten, das "Urgestein" aus Brasilien und der "Spießbraten" (eine Abwandlung des hiesigen, Idar-Obersteiner-Raumes).
Doch wichtiger ist das Holz. Am besten sind essighaltige Hölzer wie Buche, Eiche oder Schwarzdorn. Als Fleischsorten verwendet man Rindfleisch (Roastbeef), das 1 Woche abgehangen sein muss, oder mageres Schweinefleisch. Das Fleisch wird einige Stunden
mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln vorbehandelt.

Rezept

Wir konzentrieren uns hier auf den Schwenkbraten und nehmen Rindfleisch (Roastbeef),
das 1 Woche abgehangen sein muss, oder mageres Schweinefleisch und portioniere das jeweils in Stücke zu je 400 g je Person. In einer der Anzahl der Fleischstücke entsprechend großen Wanne bereiten wir folgendes Gemisch: Viele Zwiebeln, entsprechend Pfeffer und Salz sowie je nach Geschmack ein Schuss Cognac / Weinbrand, Wein oder Bier. (probieren Sie einmal eine Mischung von Allem, lecker sage ich Ihnen). Das portionierte Fleisch lege man etwa 12 Stunden in das oben genannte Gemisch. Nach Stunden bereite man ein Feuer aus abgelagertem, trockenem Buchen- oder geschältem Eichenholz. Man befreie das eingelegte Fleisch von den Zwiebelringen und lege es auf den Rost, der nach kurzem Anbraten des Fleisches, ständig bewegt (geschwenkt) wird. Um ein Schwarzbrennen der Fleischstücke zu verhindern, wende man dies des Öfteren. Die Grillzeit beträgt ca. 40-45 Minuten, d.h. etwa 10 Minuten für 1 Zentimeter Fleischdicke. Die offene Flamme, der Essiggehalt des Holzes und das einfache Gewürz ergänzen sich zu dem vorzüglichen Geschmack des Spießbratens, der, mit Rettichsalat, frischem Hunsrücker Bauernbrot und kräftigem Fassbier serviert, unvergessen bleiben muss.

Lassen Sie es sich schmecken!
Die Kameraden der Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V.

T-Bone-Steak
Dieses aber erst ab den frühen Siebzigern, als die Augustdorfer Soldaten das erste Mal auf dem kanadischen Truppenübungsplatz Shilo, Mitten in der kanadischen Provinz Manitoba weilten, zählt das T-Bone-Steak. Augustdorfer Soldaten brachten als leiblichen Genuss diese hier noch fast unbekannte Stück Genuss mit an die heimischen Herde. Wollte dann ein zurückgekehrter Soldat der Augustdorfer Garnison von seinem heimischen Fleischer oder Schlachter dieses zunehmend leckere, und so schnell zubereitete Stück Gaumenfreude jedes Soldaten haben, erntete er Bedauerndes Schulterzucken oder heftiges Kopfschütteln. Erst fragte man was das denn sei, dann gipfelten die Antworten gar in: „Suppenfleisch“ und „Grillen?“ „Bääääääääää!“ Heute ist ein T-Bone-Steak ein in Deutschland weit verbreiteter Genuss, und das auch Dank der Soldaten die ab 1974 in Kanada zu Übungen weilten.

Das T-Bone-Steak besteht aus einer ca. 4 cm dicken Roastbeef-Scheibe mit Knochen und kleinem Filetanteil. Es weist in der Regel ein Gewicht zwischen 400 -600g oder üppigen 1.000 g auf. Die eine Garzeit auf dem Grill, für ein MEDIUM-STEAK, das Innen schön rosa sein soll (so mögen es die Ex-Shiloaner), beträgt exakt 8 Minuten von jeder Seite. Man würzt es gut mit Salz (nehmen Sie bitte Meersalz, das schmeckt besser) und würzen gut und reichlich aus der Pfeffermühle. Auf gute „Canadian-Dinner-Art“ serviert man es mit Chips (Pommes Frites) oder gemischtem Reis, der auch im Herzen Kanadas seine Liebhaber fand. Dazu das obligatorische Stückchen Rahm- oder Kräuterbutter, ein kühles Blondes (Pils) oder alkoholfrei am besten Tomatojuce (Tomatensaft.)
Lachen Sie jetzt nicht, der Saft mundet zu diesem Fleischberg ganz kolossal.

Weitere tolle Rezepte rund um das beliebte T-Bone-Steak finden Sie unter:


http://www.grillsportverein.de/grillrezepte/suche-t-bone.html

Die Artillerie-Gesellschaft-Augustdorf e.V.
wünscht allen Freunden und Kameraden einen guten Appetit


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