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Weltraumtheorie steht auf dem Kopf

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Neu entdeckte Planeten stellen Weltraumtheorie auf den Kopf





Eine Reihe neu entdeckter Planeten außerhalb unseres Sonnensystems stellt die Theorien zur Weltraumforschung auf den Kopf: Die so genannten Exoplaneten folgen auf ihren Umlaufbahnen nicht der Drehung ihrer Sonne, sondern kreisen laut schweizerischen und britischen Astronomen in Gegenrichtung.

Sie glauben, dass ihre Entdeckung in der Forschung "wie eine Bombe einschlagen" wird. Zudem sinke durch den Fund die Wahrscheinlichkeit, eine zweite Erde in den Weiten des Alls zu finden.

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wurden erstmals 1995 entdeckt. Inzwischen haben Astronomen 452 Exoplaneten aufgespürt. Forscher vom Genfer Observatorium und der Universität St. Andrews im schottischen Edinburgh untersuchten mit dem Teleskop der Europäischen Südsternwarte in Chile 27 Exoplaneten genauer. Dabei stellten sie verblüfft fest, dass sechs der Planeten in Gegenrichtung um ihre Sonne kreisen.

"Die neuen Ergebnisse widersprechen den gängigen Vorstellungen", erklärte Andrew Cameron von der Universität St. Andrews. Denn in der Forschung wurde bisher mehrheitlich angenommen, dass sich Planeten aus einer Staubwolke bilden, die aus Gasausstößen junger Sonnen entsteht. Sie würde sich in dieselbe Richtung wie das Gestirn drehen - und damit letztlich auch die aus ihr entstehenden Planeten.
Bei den nun entdeckten Himmelskörpern auf Gegenkurs handelt es sich um "heiße Jupiter", Planeten, die mindestens so groß sind wie der Jupiter in unserem Sonnensystem und sehr nahe an ihrem Mutterstern vorbeiziehen. Die Forscher vermuten, dass sie in ihrer Entstehung nicht nur der Schwerkraft ihrer jetzigen Sonne ausgesetzt waren. Es könne "eine Art Tauziehen" mit weiter entfernten Planeten oder anderen Sonnen gegeben haben. Dies könne den Planeten auf "eine geneigte und langgestreckte Umlaufbahn bugsiert haben", die erst allmählich über Millionen Jahre durch die Schwerkraft des Muttersterns annähernd kreisförmig werde.

"Ein dramatischer Nebeneffekt dieses Prozesses wäre, dass sich in solchen Systemen keine kleineren erdähnlichen Planeten halten könnten", erklärte Didier Queloz vom Observatorium Genf. Denn durch die ständigen Veränderungen der Umlaufbahn würde der "heiße Jupiter" wie eine riesige Kugel in einer Art Weltraumbillard kleinere Planeten in seiner Nähe vernichten.









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